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Der Schutz des Christentums und die Frage der antikanonischen Orthodoxen Kirche in der Ukraine

Den Vortrag zu diesem Thema hat der Vorsitzende des Zentrums vom Schutz der christlichen Identität (Serbien) Diogenis Valavanidis während der Veranstaltung im Russischen Haus in Belgrad am 21. Februar 2022 gehalten.

Das Thema des Schutzes des Christentums ist eng mit dem Namen des Heiligen Apostelgleichen Imperators Konstantin, der im Jahre 313 die schicksalvolle Entschiedung traf, die den Lauf der europäischen Geschichte geändert hat. Er hat die Mailänder Vereinbarung erlassen- den Akt, der die religiöse Gleichheit und Beendigung der im Laufe von 300 Jahren geschehenen Verfolgungen der Christen erklärt. Einerseits hat Imperator Konstantin der Verfolgungen des Christentums ein End bereitet, als er ihm das Ehrenstatus der führenden monotheistischen Religion verliehen, andererseits hat er die Stadt, die Rom gleich ist, - Konstantinopel gegründet und auf solche Weise die Erhaltung des Imperiums im Osten nach langer Zeit nach dem im V. Jahrhundert geschehenen Verfall von Rom und den westlichen Provinzen gewährleistet. In der Geschichte ist Heiliger Konstantin als der erste römische Imperator eingegangen, der sich vor den Christen und dem Christentum gestellt hat, woran wir uns heute nach Verlauf von 1709 Jahren nach dem Erlass der Mailänder Vereinbarung erinnern, wenn wir uns wieder vor den grundlegenden christlichen Werten stellen.

Imperator Konstantin hat die Richtung der europäischen Zivilisation bestimmt- Christus zu folgen, und in Zusammenhang damit ist es angebracht, sich an einen der großartigsten Schriftsteller Russlands und der ganzen Welt F.M. Dostojewski zu erinnern, der durch alle seinen Werke davon zeugte, dass er bereit wäre Christus zu folgen, sogar wenn die ganze Welt einen anderen Weg gehen würde.

Trotzdem leben wir schon in einer anderen Epoche, wenn die radikalen sozialen und politischen Veränderungen auf der globalen Ebene das Status des Christentums als die herrschende Religion in der Welt einer Gefahr ausgesetzt haben, wobei immer dramatischer, als es irgendwann bevor in der Geschichte der Menschheit geschah.

Heute wird das Christentum der Gefahr nicht nur auf der geistlichen sondern auch auf der moralischen Ebene ausgesetzt- in Frage wird die Anwesenheit des Christentums selbst in der Reihe von den Regionen gestellt. Es wird von verschiedenen Seiten der Gefahr ausgesetzt, und zwar:

1. Die Erhaltung der christlichen Anwesenheit bedroht die Gefahr wegen der Angriffe von den islamischen Fundamentalisten auf die Kirchen und die Vertreter der Geistlichkeit. Es gibt viele Beispiele. Vor allem sind das die Untaten gegen unsere Brüder und Schwestern in Christus, die im Maßstab von Genozid in Syrien - auf dem Land, wo die Apostel gingen sowie in der ganzen vorderasiatischen Refion begangen werden; dazu genören auch die Angriffe auf die Kopten in Ägypten, die Zerstörung der serbischen Kirchen und Kloster in Kosovo und Metochien, die Terroranschläge in Nigeria, Pakistan, Indien, China und in vielen anderen Orten weltweit. Die informierten internationalen Organisationnen berichten, dass nur für ein Jahr ungefähr 3500-4000 Vorfälle mit dem Angriffen auf die Christen sowie mit der Entweihung der christlichen Kirchen und Kloster passieren.

Es steht außer Zweifel, dass zu den entsetzlichsten Beispielen solcher Angriffe werden die Angriffe der albanischen Extremisten auf die serbischen Heiligtümer in Kosovo und Metochien während der Ausschreitungen im März 2004. Zu jener Zeit wurden die Kirche von Hierarch Nikolaus sowie die serbischen Dörfer in Gnilana in Brand gesetzt. Es gab auch die Brandanschläge in Lipljana, Uroschewatz, Djakowitza und anderen Orten. Der Konak (die Mönchszellen- A.d.R.) des Klosters von Heiligen Erzengeln in der Stadt Prizrena wurde abgerissen; in derselben Stadt wurden die Kirchen von Gottesmutter Lewischskaja (der XIII. Jahrhundert) und vom Heiligen Georgios (der XVI. Jahrhundert) in Brand gesetzt. Während der Ausschweifungen der albanischen Extremisten wurde der Seminar von Prizren zerstört und wurden viele serbische Friedhöfe entweiht. Sie haben sogar das Kloster von Dewitsch nicht weit von Srbitza nicht und das Grab von Heiligen Joaniniki von Dewitsch nicht verschont. Zusätzlich zu den kirchlichen Heiligtümern wurden die unzählbaren kirchlichen Bücher mit den Namen von den Getauften, kirchlich Geheiraten und Gestorbenen- und das wird nicht zufällig gemacht, sondern mit Absicht, alle Spuren der Anwesenheit von den Serben und der Orthodoxie selbst in Kosovo und Metochien wegzuwischen.

Noch ein Beispiel des barbarischen Angriffs ist die Aneignung der Hagia Sophia, der berühmtesten Kathedrale der Orthodoxen Welt. In Zusammenhang damit hat „das Zentrum vom Schutz der christlichen Identität“ dem Präsidenten der Türkei Redjep Tajip Erdogan den Brief gesendet, der ich unterschrieben und selbst in die Botschaft der Türkei in Belgrad zugeleitet habe, worüber wir allen höchsten religiösen und politischen Führern der Welt, anschließlich dem Ökumenische Patriarchat, dem Heiligen Stuhl, dem Moskauer Patriarchat sowie allen Orthodoxen Landeskirchen, Bescheid gegeben haben.

Wir haben nur einen einzigen Brief um Unterstützung, nur einzigen- aus Moskau, von dem Metropoliten von Wolokolamsk Hilarion, bekommen. Wir schätzen das hoch und werden uns daran immer erinnern. Wir verneigen uns dem Metropoliten von Wolokolamsk Hilarion, denn wir sind sowohl Hochwürdigsten Eminenz als auch der ganzen Russischen Orthodoxen Kirche für das Zentrum vom Schutz der christlichen Identität für das väterliche Verständnis, die Unterstützung und Liebe dankbar.

2. Den heftigen Streich dem christlichen Glauben versetzt der Prozess der Dechristianisierung der Kultur von vielen Regionen der Welt. Paradoxerweise betrifft diese zynische Tendenz besonders Europa abgesehen von der fundamentalen Beteiligung seiner Kulturtradition an Christentum.

In Zusammenhang damit entsteht die Frage: wie konnte das passieren, dass so ein mächtiges, industriell entwickeltes und reiches modernes Europa an den Mechanismen und Kräften mangelt, um diesem Phänomen zu widerstehen? Was ist mit Europa passiert und in welchem Zustand ist es jetzt?

Abgesehen von der Zeit der atheistischen Diktatur, die die einigen europäischen Völker im XX. Jahrhundert durchlebt haben, ist das Christentum, das der europäischen Kultur zugrunde liegt, nach wie vor aktuell. Trotzdem ist es möglich von vielen religiösen Analytikern zu hören, dass “Europa die Mutter der überwiegenden Mehrheit von negativen Novitäten im Bereich von Ethik ist”, und heute kann man leider feststellen, dass es in Europa die Marginalisierung des Christentums durch die Behauptung des modernen Menschen in Gestalt von Menschgott gibt. In diesem Zusammenhang erweisen sich die Rechtfertigung und Aneignung der Gesellschaft von Euthanasie, Homosexualität und anderen für Christen unakzeptablen Moralvorstellungen, die direkt das Überleben der Familie als Grundeinheit der Gesellschaft bedrohen.
Dostojewski von seinem hohen prophetischen Geist hat klar die Tragödie Europas begriffen und den Grund dieser Tragödie offengelegt: Europa hat Gottmenschen Christus als einzigen ewigen Wert verloren, dem zuliebe alle Welten existieren. Nämlich deswegen, legt er fest, werde alles in Europa verschwommen und sei in Chaos geraten.

Das Hauptgeheimnis jedes Menschen wird in dem von ihm gewahrten Oberideal verborgen. Das ist auch für Europäer richtig: sein Geheimnis wird in seinem Ideal verborgen. Und was ist das Oberodeal des europäischen Menschen?- einzig und alleinig: der unabhängige und unfehlbare Mensch, Menschgott. Alle Gedanken und Taten des europäischen Menschen sind voll und werden nur von der einzigen Hoffnung begeistert- unabhängig und eigenständig wie Gott zu werden. Eigentlich besteht das größte Problem Europas darin, dass diesen ganzen Kontinent solches Idol, der sündlose Mensch- Menschgott regiert.

Deshalb hat Voltaire- der französische Philosoph, Schriftsteller und Historiker der Aufklärungszeit ganz recht, wenn er sagt, dass das Volk ohne Glauben nur ein Haufen Räuber sei. Heute gibt es einige, die sich dafür schämen, in die Kirche zu gehen, aber sie schämen sich nicht jeden Tag in Cafes oder Lokale zu gehen. Es gibt die Leute, die meinen, dass in die Kirche zu gehen rückständig und altmodisch ist, aber zu lügen und andere Leute zu bestehlen nicht altmodisch ist. Es gibt auch die Leute, die ungern vor der Ikone vom Allmächtigen beten, weil die Verehrung Gottes für sie schwierig ist, aber gleichzeitig es ist für sie nicht schwierig, jämmerliche Würdenträger und sündhafte Herrscher zu verehren.

Wie wir sehen, dass das, was vor vielen Jahren Dostojewski abgesehen hat, leider vor unseren Augen eintrifft. Der gegenwärtige Europäer, der dem Geist der hochmütigen humanistischen “Unfehlbarkeit” untergeordnet ist, strebt nach der trüben Mitternacht, nach der es keinen Tagesanbruch gibt. Denn in Europa erkennt der Mensch in einem anderen Menschen seinen unsterblichen Bruder nicht, weil das nur im Licht des barmherzigen und wunderschönen Gottmenschen Christus möglich ist.

3. Noch ein Grund für den Verfall der christlichen Religion im Westen ist Materialismus. Seit der Französischen Revolution hat West das beneidenswerte Niveau von Sozialentwicklung und Fortschritt erreicht, das zum Vorbild fast für die ganze Welt geworden ist. Trotzdem ist die Unvereinbarkeit von Materialismus und Spiritualität allbekannt. Wenn der Mensch am Geld hängt, wird sein Glaube schwächer, weil er am körperlichen Bereich hängt, der vorübergehend und von Rahmen des menschlichen Lebens begrenzt ist. Das, im Gegenzug, führt unvermeidlich zur Krise der Religion und schafft die Voraussetzungen für das Aufblühen von Atheismus.

Ein sehr gefährlicher Prozess ist die ernste Krise der Familie als Grundlage jeglicher Gesellschaft unter anderem der christlichen Gesellschaft. Tatsächlich stoßen wir heute auf das Streben der Leute, eine neue sogenannte “Geschlechterideologie” zur Durchführung zu bringen, die offensichtlich danach strebt, langfristig die Geschlechter und ihre bestimmten Rollen im Rahmen der Familie zu beseitigen. Es gibt eine Tendenz zur Verwässerung der Geschlechtsidentität des Menschen.

Im Gegenteil wurde das heilige Sakrament der Ehe zwischen dem Mann und der Frau von Gott Jesus Christus selbst bestimmt, der die Jungverheirateten in Kana gesegnet hat. Auf der Grundlage der Ehe zwischen dem Mann und der Frau wird die Familie gebaut, die die kleine Kirche und die Einheit von jeder gesunden und richtigen Gesellschaft verkörpert.

Leider sieht unsere heutige Wirklichkeit im Licht der Krise von der Institution der Familie düster und ganz bedauerlich aus. In diesem Zusammenhang ist es relevant, das Beispiel anzuführen: am 21. Januar dieses Jahres verbreiteten die westlichen Zentren zu Ehren des “ Internationalen Tages der Umarmungen”, die eine der liebevollsten Gefühlsäußerungen zwischen Mann und Frau sind, im Internet die Grußkarte, wo zwei umarmende Menschen vom Gleichgeschlecht festgehalten werden. Ich würde auch hinzufügen, dass in den USA und Kanada auf den Sakralbauten außer orthodoxen die Fahnen der Organisationen hinausgehängt werden, die sich für die gleichgeschlechtlichen Ehen einsetzen. Der Grund dafür besteht darin, dass die Gründung der gleichgeschlechtlichen Ehen Segen und Förderung unter den obersten religiösen und politischen Prominenten im Westen findet.

Wir als Christen äußern die feste und Überzeugung davon, dass die Familie auf die Ehe als Akt der freien und treuen Liebe zwischen Mann und Frau begründet wird. Und es bekümmert uns, dass man heute einige andere Formen von Zusammenleben der Ehe zuordnet, und die biblische Tradition der Vorstellung über die Vaterschaft und Mutterschaft als die besondere Berufung von Mann und Frau in der Ehe wird aus dem gesellschaftlichen Bewusstsein verdrängt.

4. Die Wunde auf dem Korper der Kirche von Christus ist auch groß, die ihr die große Spaltung vom Jahre 1054 beigebracht hat- der Abfall der Katholischen Kirche von ihr.

Heute sehen wir die Situation, die uns an die tragischen Ereignisse des XI. Jahrhunderts erinnern, als drei päpstliche Gesandte unter der Leitung von Kardinal Gumbert den Bannbrief auf Latein geschrieben, der den Ökumenischen Patriarchen mit dem Anathema belegt, und ihn auf dem Stuhl in Hagia Sophia liegen gelassen haben. Obwohl der Ökumenische Patriarch Michael Kerularios am 16. Juli 1054 als Antwort die Gesandten mit dem Anathema belegt hat, wurde die rechtsgültigkeit solches Aktes in Frage gestellt, weil zu jener Zeit der Römische Stuhl leer nach dem Tod von Papst Leo IX. am 19. April 1054 blieb, dessen Nachfolger nur im Frühling 1055 gewählt wurde. Mit aller Absurdität der Ansprüche der Westlichen Kirche den Römischen Papst für Oberhaupt der Kirche zu erklären und einige westliche Lehren und Ritualen zu behaupten, bin ich mir sicher, dass niemand von den Teilnehmern jener Ereignisse vermuten konnte, dass solche Spaltung jahrhundertelang dauern wird.

Statt mit mehr Geduld und diplomatischem Fingerspitzengefühl so ein großzügiges und wichtiges Problem dem Ökumenischen Konzil mit dem Teilnahme der Vertreter der Östlichen und Westlichen Kirchen darzulegen, wurde die eilfertige Entscheidung mit weitgehenden Folgen getroffen.

Lassen uns sehen, was heute passiert. Das kirchliche Problem in der Ukraine beruht auf die Verführung von Ethnophyletismus. Die staatliche und nationale Angehörigkeit sollen nie und sind nie die prägenden Faktore für die Kirche und ihre Ordnung in der Welt gewesen, deshalb wurde Ethnophyletismus als Phänomen, das in Widerspruch mit dem Geist der kirchlichen Tradition ist, von der Orthodoxen Kirche nicht nur auf dem Konzil von Konstantinopel (1872), sondern auch auf dem Konzil von Kreta 2016 begründet verurteilt, das die früher getroffenen Entscheidungen bestätigt hat, die Ethnophyletismus als “Heterodoxie” und “Schlangengift” verurteilt haben, das die Einheit der Orthodoxen Kirche zerstört. Trotzdem griff der Ökumenische Patriarch, ohne dem von ihm selbst unterschriebenen Dokument zu folgen, zur Überlassung der Autokephalie der sogenannten Orthodoxen Kirche der Ukraine.

Es ist befremdlich, dass der Patriarch von Konstantinopel und seine Vertrauter, nachdem sie die Entscheidung vom Konzil von Kreta mit ihren Unterschriften bestätigt hatten, nach nur wenigen Jahren, indem sie von demselben Ethnophyletismus geleitet werden, den sie verurteilt haben, die Autokephalie der “Orthodoxen Kirche der Ukraine” verkündeten und die Einheit der Orthodoxie bedrohten. Mit anderen Worten hat der Ökumenische Patriarch das, was er auf Kreta unterschrieben hat, nicht wahr gemacht.

Es ist wichtig zu unterstreichen, dass nicht alles auch in der Zeit vor der Unterzeichnung der Entscheidungen des Konzils von Kreta wie geschmiert lief, weil es ab und zu kirchliche und Rechtsbedrohungen gab, die einigen Metropoliten von der Kirche von Griechenland,- vor allem seitens der Vertreter von Fener gerichtet wurden.

Viele stellen sich die Frage, wie einen so großen Schaden wiedergutzumachen, der der Orthodoxen Kirche zugefügt wurde. Ich persönlich denke, dass nur ihr konziliare Bewusstsein zur Heilung der Wunden der Kirche beitragen kann.
Eine Kette von letzten Ereignissen hat viele Vertreter der intellektuellen Kreise zur Schlussfolgerung geführt, dass es den bestimmten geopolitischen Kräften gelungen ist, alles zu trennen, was auf dem Territorium der ehemaligen UdSSR und Jugoslawien existiert hat, mit Ausnahme von der Orthodoxen Kirche, der es gelungen ist, die Einheit zu erhalten. Und jetzt versuchen die dämonischen Kräfte unserer Welt die Grundlagen der Einheit der Orthodoxen Kirche niederzukämpfen.
Man soll nicht der Fachmann von Geopolitik und den Beziehungen in den christlichen Gemeinden in Orthodoxie, Katholizismus und Protestantismus zu sein, um die Schlussfolgerung zu ziehen, welche katholischen und politischen Kräfte versuchten mit der Beilegung der Konflikte unter den Orthodoxen Kirchen zu spekulieren, indem sie das Hauptziel haben, die Samen der Zwietracht auszusäen und endlich die Spaltung zu erreichen.

Deshalb ist die Mehrheit der Orthodoxen Kirchen und einfachen Gläubigen, gelinde gesagt, darüber erstaunt und schockiert, dass der Ökumenische Patriarch, der den Kanons folgt oder zumindest folgte, die Entscheidung getroffen hat, die ohne Zweifel antikanonsch ist. Die Entscheidung des Ökumenischen Patriarchen für die Frage in der Ukraine kann als katastrophal eingeschätzt werden- besonders für die kirchliche Einheit.

Die Ukraine als Staat ist das Erzeugnis von Lenin-Stalin- kommunistischen Säkularismus, und die Lage des ukrainischen Volkes ist das Ergebnis der im XVI. Jahrhundert durchgeführten Heranführung der Ukrainer an Unionismus.
Wenn man sagt, dass sich Russland in die Angelegenheiten der Ukraine einmische, wundern wir uns: wie kann das Verhalten Russlands zur Lage in der Ukraine als “Einmischung” eingeschätzt werden, wenn es dort geboren ist? Die Kiewer Rus ist dort entstanden und feuert dieses Ereignis dauernd schon seit 1030 Jahren.

Es ist wichtig zu unterstreichen, dass die Orthodoxe Kirche den Primat des Ökumenischen Patriarchen nie in Frage gestellt hat, aber das bedeutet nicht, dass er das Recht hat, sich in das innere Leben jeglicher Landeskirche einzumischen.

Mit anderen Worten ist es mehr als offensichtlich, dass die größten religiösen und politischen Kräfte von Westen das Ökumenische Patriarchat stark unter Druck gesetzt haben, damit es so einen antikanonischen Schritt macht.
In Analogie dazu kann man sagen, dass das gleiche Problem und nach dem gleichen Schema auch in auch in Nordmazedonien entstehen kann, das nicht mehr und nicht minder als die titoistisch-kommunistisch-atheistisch- sekuläre Struktur ist, wo die Kommunisten laut Befehl und unter großem Druck von Tito die Orthodoxe Kirche von Mazedonien aufgebaut haben, die die vollständige Unabhängigkeit nur dank dem großen Widerstand und Opfer nicht bekommen hat, das einer der größten Patriarchen in der Geschichte der Orthodoxen Kirche von Serbien- selig entschlafener Patriarch Germanos gebracht hat.

Auf die gleiche Weise versuchten die kommunistischen Nachfolger von Tito die sogenannte “Orthodoxe Kirche von Montenegro” aufzubauen. In Montenegro haben die Kommunisten 129 Priester einschließlich den Metropoliten von Montenegro Johannike (Lipowatz) ums Leben gebracht. Demgemäß warf das kommunistische Regime erste die Frage über die Autokephalie von der Kirche von Montenegro auf, sogar wenn das die gottlose Macht war, und alles passierte im Staat, der offiziell säkular war, d.h. die Kirche wurde vom Staat getrennt.

Das gleiche fand auch in der Ukraine sowie in anderen Ländern statt, die nach dem Zusammenbruch der UdSSR aufgebaut wurden. Es ist ganz offensichtlich: es ist schlecht und vor allem nicht kanonisch, auf dieser Basis die Zukunft der Orthodoxen Kirche zu bauen.

Es gibt ein paar Fragen für das Ökumenische Patriarchat:

Erstens, hat das Ökumenische Patriarchat das Recht, die Anfechtungen aufzunehmen, d.h. das Recht vom höheren Gericht die Entscheidung zu treffen, besonders in der Gestalt, wie sie in diesem Fall durchgeführt wurde. Das Ökumenische Patriarchat stützt sich auf die bestimmten historischen Tatsachen und einige Kanons der Kirche. zum Beispiel, die 9te, 17te und 28te Kanons des Vierten Ökumenischen Konzils, die im Jahre 451 erlassen wurden, d.h. genau vor 1570 Jahren, die von den Vorstellungen über den Zustand und die Rolle des Patriarchat von Konstantinopel in alten Zeiten ausgehen. In den Kanons wird es gesagt, aufgrund von dem das Ökumenische Patriarchat dieses Recht bekommen hat und dass sich dieses Recht auf die Metropolien, die unter der kanonischen Leitung von Konstantinopel, nicht auf die ganze Orthodoxe Kirche erstreckt.

Sein Recht des Ersten unter Gleichen (primus inter pares) versucht der Ökumenische Patriarch mit den Kanons des Ökumenischen Konzils zu begründen; tatsächlich hat der Ökumenische Patriarch solches Amt als Bischof von Konstantinopel bekommen , wo er sich aufhielt, weil sich in dieser Stadt der Stuhl des Byzantinischen Kaisers befand und dort der Kaisersrat ( Kaiserssinklit) saß. Heute, wenn wir die geänderten historischen Bedingungen beachten, ist die Gerechtigkeit solches Argumentes zweifelhaft.

Jedenfalls macht es einen eindeutigen Eindruck, dass heute die dämonischen Kräfte dieser Welt die Einheit der Orthodoxen Kirche zu zerstören versuchen und deshalb versuchen sie die Kirche von Konstantinopel zu nutzen, um ihre eigenen Ziele zu erreichen, auf die Vorrechte verweisend, über die sie in fernen Tagen, vor dem Jahre 1453 verfügte.
Die Geschichte der Kirche und ihre moderne Ordnung zeigen klar, dass die staatliche und nationale Angehörigkeit nie prägender Faktor der Ordnung der Kirchenstruktur war. Wenn die Kirche diesem Prinzip im Laufe von ihrer ganzen Geschichte nicht folgen würde, würde von ihr kein Stein auf dem anderen bleiben. Und genau in Ethnophyletismus besteht das kirchliche Problem in der Ukraine.

Aus alledem ergibt sich, dass sich die ganze Welt in der ernsten Krise befindet, und die Menschheit ist unter Wirkung der großen Versuchung und Verfalls; das betrifft insbesondere Europa.

Menschliche Zivilisation wird in die Irre geführt und ist im Verfall begriffen und vielleicht sogar ist im Fall. Einer der Hauptfaktoren dieser Krise besteht darin, dass die Welt und entsprechend Europa auf ihre eigenen Traditionen verzichtet hat. Was die Alte Welt betrifft, ist das europäische Christentum in der Lage von Abwendung und sogar Flucht. Deshalb kann man ganz bewusst und verantwortungsvoll sagen, dass die Mehrheit der Länder Europas nicht mehr christlich ist. Es ist ganz offensichtlich, dass es einen Kampf zwischen dem Christentum und Antichristentum gibt. In Europa gibt es “die Apokalypse des europäischen modernen Menschen”- die Macht und Listigkeit des Vaters des Übels sind so groß, dass es ihm gelungen ist, seinen Einfluss auch auf den Kreis der Geistlichen zu erweitern. Die Einmischung der antichristlichen Kräfte ins kirchliche Leben wird davon klar, dass einige Hierarchen ihre Sprache zu sprechen anfangen.

Damit die meisten Leute das nicht verstehen, wird alles auf dem globalen Ebene eingenebelt: die Themen werden künstlich betont, die nicht prioritär sind, aber die üblich ist zu besprechen, wenn sich im Hintergrund der Konflikt ereignet, wo man das Schicksal der ganzen christlichen Welt entscheidet. Deshalb werden solche Themen aufdrängt, wie Digitalisierung, Pandemie, Homosexualität, globale Erwärmung und s.w.

Die Taktik der antichristlichen Kräfte besteht genau darin, um sich nicht mit hauptsächlichen, sondern mit nebensächlichen Fragen zu beschäftigen. Was Globalismus angeht, sollen wir begreifen, dass einer seiner Pfeiler Kommunism selbst ist. Eigentlich verfolgt jeglicher Globalismus- sowohl der “östliche” kommunistische als auch der “westliche” liberale,- den gleichen Zweck- den Kampf gegen die nationale Staatlichkeit, die immer religiös orientiert, unabhängig und autonom war und ist.

Deshalb muss man leider feststellen, dass in der überwiegenden Mehrheit die Länder von Westen ihre führenden Ideen und traditionelle christliche identität verloren haben. Im Hinblick darauf, dass jetzt das Schicksal der ganzen christlichen Welt entschieden wird, stellen wir und zu Recht die Frage: welche Kräfte leiten diese Prozesse? Es ist sehr schwierig zu sagen, ob es hier um den “tiefen Staat”, die “tiefe Blüte” oder eine geheime Regierung geht. Diese Kräfte nennen wir antichristlich. Und wir können mit vollem Recht festlegen, dass sie aus Schatten handeln und dass das auch die Organisationen sein können, die aus den Leitungen von führenden Weltbanken und multinationalen Unternehmen bestehen.

Es ist zweifellos, dass die antichristlichen Kräfte alle Führer stören, die sich an die traditionelle Wertordnung halten, unabhängig davon, ob sie sich im Westen, Osten oder Süden befinden. Als Beispiel erwähne ich nur den ehemaligen Ministerpräsidenten Israels Benjamin Netanjahu und den Präsidenten der Russischen Föderation Wladimir Putin.
Was den Präsidenten Russlands Wladimir Putin betrifft, wurde er nach seinem Aussage über die Wichtigkeit von Konservatismus als festen moralischen Halt auf die traditionelle Werte stark angegriffen. “Wenn wir unsere Herangehen prägen, werden wir von der Ideologie vom gesunden Konservatismus geleitet”,- fügte Präsident Putin in diesem Zusammenhang hinzu.

Und was ist russischer Konservatismus? Das sind Religion, Familie, Heimat und Traditionen…. Gibt es etwas besser als das?

Ich schrieb diese Worte nicht als Theologe oder Mensch, der in der kirchlichen Hierarchie sehr hoch oben steht, sondern als Präsident des “Zentrums vom Schutz der christlichen Identität” aus Belgrad, als Christ und das treue Mitglied der christlichen Familie, der heute lebt und sich um das Schicksal seiner Mutter-Kirche Sorgen macht. Ich mache mir Sorgen, weil heute es mehr als offensichtlich ist, dass auf dem globalen Ebene der Vater des Übels alle seinen dämonischen Möglichkeiten genutzt hat, um den Menschen vom Vater der Güte zu trennen. Er machte das auf vielfache Weise im Laufe von der ganzen biblischen Vergangenheit mit mehr oder weniger Erfolg. Denn unsere Zeit unterscheidet sich größtenteils von den vorangegangenen Zeiträumen, sind auch die Gefahren, die uns heute drohen, schwieriger als nie bevor in unserer langen Geschichte.

Um diesen Wirbelsturm und auf solche Weise den tragischen Schluss zu beenden, müssen alle Christen insbesondere die Orthodoxen Völker dem Weg der ursprünglichen Lehre der Heiligen Kirche Christi folgen und ihre Gesetze beachten. Diese Zeit, wenn der Vater des Übels mit seiner Listigkeit versucht, die Kirche Christi zu trennen und zerstören. Das ist eine der größten Versuchungen sowohl für die ganze Menschheit als auch für unsere Generation.

Wie im Anfang möchte ich an die Worte von Fjodor Michailowitsch Dostojewski erinnern, der sagt: “Wenn jemand mir prüfen könnte, dass Christus außer Wahrheit ist und es wirklich wäre, dass die Wahrheit außer Christus ist, möchte ich besser mit Christus anstatt Wahrheit bleiben”. Dazu kann ich nur eine große und unersetzbare Wahrheit hinzufügen. Wenn Sie über Wahrheit sagen, brauchen Sie weder Schalltrichter noch Kamera noch Bühne, weil die Wahrheit am härtesten schlägt und sich sehr weit verbreitet. Und diese Wahrheit lautet: Gott kann uns alles ersetzen. Ganz alles! Aber nichts kann uns Gott Jesus Christus ersetzen.

Diogenis Valavanidis, der Vorsitzende des Zentrums vom Schutz der christlichen Identität, Belgrad, Serbien
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