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Die Weihnachtsbotschaft des Patriarchen von M…

Die Weihnachtsbotschaft des Patriarchen von Moskau und ganz Russland Kirill

Die Weihnachtsbotschaft des Patriarchen von Moskau und ganz Russland Kirill

an die Oberhirten, Hirten, Mönchen und alle treuen Kinder

der Russisch-Orthodoxen Kirche

Hochgeweihte Oberhirten, hochwürdige Väter, hochverehrte Mönche und Nonnen, liebe Brüder und Schwestern!

In dieser lichthellen Nacht erleben wir geistig erneut die Freude, dass die Welt ihren Heiland aufgefunden hat. Wir schauen erneut den Sohn des lebendigen Gottes, der in der Krippe von Bethlehem liegt. Erneut hören wir in unseren Herzen die Engelstimme, lobpreisend den Schöpfer und Erlöser: „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden und den Menschen seines Wohlgefallens“ (Lk. 2, 14).

In dem wir das Lob der Himmelsheere beachten, begreifen wir, dass die Geburt Christi von außerzeitlicher Bedeutung erfüllt ist und einen direkten Bezug auf das Schicksal jedes Menschen hat. Sogar derjenige, der noch nicht von der Großtat des Heilands weiß, kann nun die Erkenntnis der Wahrheit gewinnen, Kind Gottes werden und das ewige Leben erben. Die Geburt Christi eröffnet uns die Wahrheit von uns selbst und macht möglich, diese Wahrheit zu verstehen und sich anzueignen.

Erinnern wir uns, dass der erste Mensch vom Schöpfer als vollkommen geschaffen worden war, „als Bild und Gleichnis Gottes“ (1 Mos. 1, 26). Aber Adam, der das Gebot übertreten hatte, entstellte die Absicht des Schöpfers über sich. Da die Menschheit die lebendige Gemeinschaft mit Gott verloren hatte, versank sie mehr und mehr in den Abgrund der Sünde und des Stolzes. Und dann der Herr, der seine Schöpfung liebt und ihr Rettung wünscht, sendet seinen Eingeborenen Sohn in die Welt, der die Ganzheit der menschlichen Natur wiederhergestellt hat und der neue Adam geworden ist. Christus hat uns das Vorbild des der göttlichen Absicht angemessenen Lebens gegeben. Dieses Vorbild ist ein zuverlässiger Orientierungspunkt, der uns hilft, vom Wege nicht abzuweichen, und die einzige wahrhafte Richtung zu bekommen, die zur Fülle des Lebens führt, sowohl in den Bedingungen des irdischen Seins, als auch in der Ewigkeit.

Wir beschreiten diesen Heilsweg, wenn wir den Rufen Gottes folgen. Ein solcher an uns gerichteter Ruf steht im 1. Korintherbrief vom heiligen Apostel Paulus: „Darum so preist Gott an eurem Leibe und in eurem Geiste, welche sind Gottes“ (6, 20). Dies bedeutet, dass wir nicht nur Gott durch Gebete und Gesänge das Lob emporsenden, sondern auch durch gute Werke zugunsten des Nächsten, zugunsten des Volkes und der Kirche.

Solche Arbeit wird uns erfreuen im Namen Christi, sie wandelt tatsächlich die Umwelt und uns selbst um. Die Menschen erreichen Geschlossenheit, in dem sie nicht um des Zwanges und des Eigennutzes willen arbeiten, sondern wenn sie von dem aufrichtigen Wunsch bewegt werden, ein gutes und nützliches Werk zu machen. Dadurch dienen wir zusammen dem Schöpfer, seinen Willen im Leben zu verwirklichen. Das griechische Wort „Liturgie“ wird als „gemeinsame Sache“ übersetzt. Unser ganzes Leben muss Liturgie, gemeinsames Gebet und gemeinsame Sache werden, die dafür vollbracht wird, um die Absicht Gottes über die Welt und den Menschen zu verwirklichen, und dadurch dem Schöpfer Ruhm und Lob zu erweisen. Dies verlangt von uns Solidarität mit den Glaubensgeschwistern und sogar mit denjenigen, die noch nicht den Herrn im Herzen gespürt haben, aber gleich den biblischen Weisen auf dem Weg zu Ihm sind.

Die Brände, Dürren und Hochwasser des vergangenen Jahres hierzulande und in manchen anderen Ländern der geschichtlichen Rus haben uns gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir unsere Bemühungen zur Überwindung von Elend und Unglück vereinen müssen. Sie haben uns noch einmal an die christliche Pflicht der Nächstenhilfe erinnert, ungeachtet ihrer Überzeugung, Nationalität und des sozialen Standes. Viele Leute haben in den heißen Sommermonaten ihre Kräfte, Zeit und Eigentum großzügig mit denjenigen geteilt, die sie sogar kaum kannten und niemals sehen werden. Wofür haben sie das getan? Aus Mitleid für diejenigen, die in Not sind, die Mangel leiden und Hilfe brauchen.

Die gesellschaftliche Solidarität, gemeinsame Werke zur Erreichung gemeinsamer Ziele sind ohne Überwindung des Egoismus, ohne Selbstnötigung zum Guten und ohne Verzicht auf ausschließlich eigene Bedürfnisse und Interessen unmöglich. Der genuinen „Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens“ (Eph. 4, 3) liegt das Liebesgesetz zugrunde, das uns vom Heiland verordnet wurde. Die Einigung des Volkes darf sich nicht nur auf Minuten der Prüfung beschränkt werden. Sie muss ein unabdingbarer Teil unseres nationalen Selbstbewusstseins und Lebens werden.

Die Kraft der kirchlichen Einheit spürte ich deutlich während meiner zahlreichen Reisen in die Eparchien Russlands, der Ukraine, Kasachstans und Aserbaidschans. Überall sah ich die Bereitschaft der Oberhirten, des Klerus, des Mönchstandes und der Laien, sich für das Wohl der Orthodoxie zu engagieren, die Pfarr-, Kloster- und Diözesantätigkeit zu vervollkommnen. Dies erweckt die Hoffnung auf erfolgreiche Entwicklung des kirchlichen Lebens im Geiste der Einigung und Mitarbeit.

Von mit Freude erfülltem Herzen gratuliere ich euch, hochgeweihte Oberhirten, verehrte Geistliche, Mönche und Nonnen, Schwester und Brüder, zum großen und heilsbringenden Fest der Geburt Christi und zum Neuen Jahr. In meinen Gebeten

wünsche ich euch allen, eifrige Vollzieher des Willens Gottes zu sein, die die geistlichen Gaben dem heute geborenen Heiland der Welt darbringen, damit sein Name jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit gepriesen wird. Amen.

PATRIARCH VON MOSKAU UND GANZ RUSSLAND

Weihnacht 2010/2011

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