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Metropolit Hilarion: die Ereignisse in der Ukrainischen Orthodoxen Kirche sollen in Zusammenhang mit dem beispiellosen Druck aufgefasst werden, dem sie ausgesetzt wird

Kommunikationsamt der Abteilung für kirchliche Außenbeziehungen, 29.05.2022. In dem kurzen Kommentar erzählte der Vorsitzende der Abteilung für kirchliche Außenbeziehungen des Moskauer Patriarchats der Metropolit von Wolokolamsk Hilarion über die am 29. Mai 2022 von dem Heiligen Synod der Russischen Orthodoxen Kirche getroffenen Entscheidung:

 Der Heilige Synod der Russischen Orthodoxen Kirche hat das am 27. Mai in Kiew stattgefundene Konzil der Ukrainischen Orthodoxen Kirche besprochen und ihren Oberhirten, Hirten, Mönchen und Gläubigen die höchstmögliche Unterstützung in Zusammenhang damit zugesichert, dass sie dem beispiellosen Druck von verschiedenen Seiten ausgesetzt wird: von Seiten der extremistischen Gruppierungen, der Spaltungsstrukturen, der lokalen Behörden, die manchmal in einigen Regionen der Ukraine die Tätigkeit der Ukrainischen Orthodoxen Kirche einfach verbieten, sowie von Seiten der nationalistisch gesinnten Kreise der ukrainischen Gesellschaft.

Der Synod legte fest, dass das Status der Ukrainischen Orthodoxen Kirche von der Urkunde des Heiligsten Patriarchen von Moskau und ganz Russland Alexij II. ab dem Jahre 1990 bestimmt wurde. Diese Urkunde ist nämlich eine kanonische Grundlage, auf die das Gebäude der Ukrainischen Orthodoxen Kirche gebaut wird.

Es wurde betont, dass die Abänderungen, die von dem Konzil der Ukrainischen Orthodoxen Kirche angenommen und in die Ordnung eingetragen wurden, von dem Heiligen Synod der Russischen Orthodoxen Kirche betrachtet werden sollen. Wir betrachten diese Abänderungen jetzt nicht, denn sie werden noch nicht veröffentlicht.

Der Heilige Synod hat darüber sein Bedauern ausgesprochen, dass in der Reihe von den Diözesen der Ukrainischen Orthodoxen Kirche das Gebetgedenken des Patriarchen von Moskau und ganz Russland Kyrill abgebrochen wird, was zu den Spaltungen in der Ukrainischen Orthodoxen Kirche schon geführt hat.

Wenn ich diese Entscheidungen des Heiligen Synods kommentiere, würden ich nicht darüber sagen, was in Kiew passiert ist, sondern darüber, was dort nicht passiert ist. Es gibt eine Meinung, dass die Ukrainische Orthodoxe Kirche von der Russischen Orthodoxen Kirche gespaltet wurde. Das stimmt nicht. Es gab keine Erklärung über die Trennung von der Russischen Orthodoxen Kirche. Es gab keine Erklärung darüber, dass die Ukrainische Orthodoxe Kirche über einen neuen Status verfügt- im Gegensatz dazu hat sie noch einmal bestätigt, dass sie über den Status der Unabhängigkeit und Autonomie verfügt, der sie noch im Jahre 1990 bekommen hat.

Wir müssen den Hintergründe verstehen, in dem diese Entscheidungen in Kiew getroffen wurden. Er wird damit verbunden, dass im Verlauf von vielen Jahren die Ukrainische Orthodoxe Kirche das Recht abgesprochen wurde, auf solche Weise genannt zu werden, wir sie sich selbst nennt. Man versucht, sie zu zwingen, “die Russische Orthodoxe Kirche in der Ukraine” genannt zu werden, und das Ziel ist die Umregistrierung von allen Diözesen von der Ukrainischen Orthodoxen Kirche und ihre Enteignung zugunsten der Spaltungsstruktur.

In Zusammenhang mit allem, was heute in der Ukraine passiert, in Zusammenhang mit dem beispiellosen Druck, dem die Ukrainische Orthodoxe Kirche ausgesetzt wird, muss man alles, was jetzt passiert, auffassen.

Die ganze Einheit der Russischen Orthodoxen Kirche betet und wird um die leidende und verfolgte Ukrainische Orthodoxe Kirche beten. Wir glauben, dass sich Gott um Seine Kirche kümmert und nach Seiner Verheißung die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen.
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