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Die Erklärung des Kommunikationsdienstes der Abteilung für kirchliche Außenbeziehungen in Zusammenhang mit dem Interview des Römischen Papstes Franziskus der Zeitschrift Corriere della sera

Kommunikationsdienst der Abteilung für kirchliche Außenbeziehungen, 04.05.2022.  Es tut uns leid, dass eineinhalb Monate später nach dem Gespräch mit Patriarchen Kyrill Papst Franziskus die inkorrekte Tönung für die Inhaltsangabe dieses Gesprächs gewählt hat. Solche Aussagen fördern kaum den Aufbau des konstruktiven Dialogs zwischen der Römisch-Katholischen und der Russischen Orthodoxen Kirche, der in der heutigen Zeit besonders notwendig ist.

Das ist wirklich, was der Patriarch während des Gespräches mit dem Römischen Papst, das am 16. März stattfand, gesagt hat: „ Ich danke Ihnen für die Möglichkeit, dieses Treffen zu veranstalten. Als wir uns 2016 in Kuba trafen, sagte ich Ihnen, dass wir uns in der richtigen Zeit im richtigen Ort treffen. Und obwohl unsere Kommunikation jetzt online passiert, bin ich überzeugt, dass wir wieder in der richtigen Zeit kommunizieren. Wenn Sie erlauben, möchte ich mit Ihnen meine Einsicht der heutigen schwierigen Situation mitteilen. Natürlich leben wir in verschiedenen Informationsfeldern: die Westmedien haben nichts oder fast nichts über einige von den Tatsachen gesagt, auf die ich Ihre Aufmerksamkeit lenken möchte“.

Weiter betonte Patriarch Kyrill, dass der Konflikt im Jahre 2014 mit den Ereignissen auf dem Maidan in Kiew anfing, nach den Ergebnissen von denen der Machtwechsel in der Ukraine passiert. Besonders aufmerksam hat er das Gegenüber auf die Ereignisse in Odessa und ihre Folgen gemacht: „ In dieser Stadt fand das friedliche Meeting der russischsprachigen Bewohner statt, die ihr Recht auf die Anwendung der Muttersprache und Kultur behaupteten. Dieses friedliche Meeting wurde von den Vertretern der nazistischen Gruppierungen angegriffen: sie fingen an, die Manifestanten mit den Stöcken zu prügeln. Die Leute versuchten, im nahegelegenen Gebäude von Gewerkschaftshaus Zuflucht zu finden. Und in diesem Moment ist etwas Schreckliches passiert: dieses Gebäude wurde gesperrt und dann angesteckt. Die Leute versuchten, sich zu retten, indem sie vom ersten-zweiten Stock sprangen und natürlich abstürzten. Solche Leute, die zu den Fenstern gingen ohne daraus zu springen, wurden von unten ausgeschossen. Wir beobachteten das fast live im Fernseher. Diese schreckliche Erkenntnis Odessas hat die Entscheidung der Bewohner des Südostens der Ukraine beeinflusst, ihre Rechte zu verteidigen”.

Weiter erinnerte Patriarch Kyrill daran, dass am Ende der sowjetischen Epoche Russland die Zusicherung bekam, dass sich die NATO nicht im Geringsten in die östliche Richtung bewegt. Trotzdem wurde dieses Versprechen gebrochen, zum Bestandteil der NATO wurden sogar die ehemaligen sowjetischen baltischen Republiken geworden sind. Als Ergebnis ergab sich die gefährlichste Situation: die Grenzen der NATO verlaufen 130 weit entfernt von Sankt-Petersburg, die Anflugzeit der Raketen beträgt nur ein paar Minuten. Im Falle, dass die Ukraine in die NATO aufgenommen würde, würde die Anflugzeit bis Moskau ebenfalls ein paar Minuten betragen. Russland konnte und kann das nicht zulassen.

Zum Schluss unterstrich der Patriarch: “Natürlich wird diese Situation für mit mit dem großen Schmerz verbunden. Meine Gemeinde befindet sich auf beiden Seiten der Konfrontation, das sind meistens die Orthodoxen. Der Teil der Leute gehört auch zu Ihrer Gemeinde. Deshalb möchte ich mich vom geopolitischen Bestandteil distanzieren und die Frage danach stellen, wie wir und unsere Kirchen die Lage beeinflussen können? Wie können wir zur Befriedung der Feinde mit dem einzigen Zweck beitragen: die Stärkung des Friedens und der Gerechtigkeit? Es ist in den gegebenen Bedingungen sehr wichtig, die weitere Eskalation zu vermeiden”.

Die Antwort von Papst Franziskus wurde korrekt vom Nachrichtendienst des Vatikans in der Nachricht vom 16. März berichtet: “Papst Franziskus dankte dem Patriarchen für das Treffen, das vom Wunsch motiviert wurde als Hirten ihres Volkes den Weg zum Frieden zu zeigen, um die Gabe des Friedens, Waffenruhe zu beten. Der Heiligste Vater stimmte dem Patriarchen darüber zu, dass die Kirche nicht die Sprache der Politik, sondern die Sprache von Jesu Christi benutzen müsse. „Wir sind die Hirten von einem und demselben Heiligen Volk, das an Gott, an der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, an Heiliger Gottesmutter glaubt: deshalb sollen wir uns in unserem Streben vereinigen, der Welt zu helfen, die Leidenden zu unterstützen, nach Friedenswegen zu suchen, das Feuer zu löschen“.

Wie in diesem Bericht betont wurde, „unterstrichen die Seiten die große Bedeutung des fortsetzenden Verhandlungsprozesses“.
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