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Der Metropolit von Klin Leonid: wir werden nicht die lokalen Bräuche und Traditionen der afrikanischen Gemeinden brechen

Am 29. Dezember 2021 wurde auf der Sitzung des Heiligen Synods der Russischen Orthodoxen Kirche die Entscheidung getroffen das Patriarchenexarchat Afrikas zu bilden. Zum Exarchen des Patriarchats wurde Metropolit Leonid (Gorbatchew) ernannt, dem Titel “von Klin” gegeben wurde. Im Interview dem Korrespondenten “Interfax-Religion” Elena Werewkina erzählte der Bischof darüber, wie und auf welches Geld sich die neuen Gemeinden entwickeln, ob Rassismus in der Russischen Kirche möglich ist und ob man auf neue Menschen warten soll, die sich ans Moskauer Patriarchat in nächster Zeit anschließen möchten.

- In Zusammenhang mit der Anschließung von einigen afrikanischen Gemeinden an die Russische Orthodoxe Kirche entsteht die Reihe von ganz neuen Fragen. Wie meinen Sie, stößt unsere Kirche auf neue Herausforderungen- zum Beispiel, auf die Anforderungen die Apostel oder Christus dunkelhäutig darzustellen, wie es in einigen protestantischen Kirchen gibt? Kann in der Kirche die Frage von Rassismus entstehen und was ist überhaupt das Verhalten zur Bewegung Black Lives Matter, kann sie die Kirche beeinflussen?

- Wir sagen immer, dass es in der Kirche “weder Griechen noch Juden” (Kol. 3.11) gibt, deshalb herrscht das eine oder das andere Bild, das mit der nationalen Symbolik verbunden wird, in orthodoxen Traditionen nicht. In der Orthodoxen Kirche kann Rassismus nicht entstehen, wenn es dafür keinen ethnophyletischen Boden gibt. Alles hängt immer von den Leuten ab, die ihre Gemeinde zur Erlösung.

Was die Frage über die Bewegung BLM betrifft, unterstreiche ich noch einmal, dass in Orthodoxie die Erlösung für die Gläubigen abgesehen von der Hautfarbe, Nationalität oder Sprache möglich ist, für alle, die versuchen an die Gebote Gottes und Kanons der Kirche festzuhalten.

- Werden in Afrika die Seminare für die Vorbereitung und Studium der orthodoxen Bischöfe ausgebaut?

- Heute machen wir uns nur an die Durchführung unserer Pläne. Es steht außer Zweifel, dass die Frage der Bildung eine der vorrangigsten ist. Wir haben die Idee, wie wir diese Frage erledigen können. Es gibt wunderbare theologische Schule für Studium und Vorbereitung der Studenten. Aber es ist nicht auszuschließen, dass wir auf dem Territorium des afrikanischen Kontinents die Reihe von den Bildungseinrichtungen, wenn es nötig und sinnvoll ist.

- In der postsowjetischen Bildung, besonders was Seminare angeht, ist es immer angespannt gewesen, und hier geht es um die afrikanischen Sprachen. Wer bereitet die Leute für die Arbeit in Afrika vor?

- In Russland gibt es die ausreichende Menge der Universitäten, die die Spezialisten mit Sprachkenntnissen vorbereiten können. Außerdem spricht man in Afrika Englisch, Französisch, Swachili und lokale Dialekte. Heute gibt es kein akutes Sprachproblem. Wir kommunizieren mit Hilfe von diesen Sprachen. Es gibt die Printausgaben, religiöse Literatur, die Ordnung des Gottesdienstes, die für die Gottesdienste notwendigen Texte auf verschiedenen Sprachen des Kontinents. Nach Bedarf werden die Übersetzungen gemacht. Die Frage der Vorbereitung der Spezialisten betrachten wir umfassend.

- Gibt es in der Russischen Kirche Leute- Förderer, Bischöfe, die bereit sind finanziell diese afrikanischen Gemeinden zu unterstützen? Es sind größtenteils sehr arme Gemeinden, die Finanzhilfe brauchen. Wer wird sie fördern?

- Ja, es gibt in der Russischen Kirche die Wohltäter, die Hilfe in zahlreichen Richtungen ihres Dienstes leisten, und weil sie dem Schicksal der Ökumenischen Orthodoxie gegenüber nicht gleichgültig sind, sind sie bereit von ihrer Gunst unsere Mission in Afrika zu unterstützen. Wir danken ihnen dafür, dass sie verstehen, dass jetzt die Russische Kirche zum Bewahrerin der Orthodoxie wird, wenn sie die heiligen Kanons zugunsten der oder anderer politischen Entscheidungen nicht schänden lässt.

- Welche nächsten Schritte setzen die Russische Kirche, was die Entwicklung dieser neuen Gemeinden angeht?

- Seit der historischen Entscheidung des Heiligen Synods waren es erst zwei Wochen, deshalb ist es früh über die unternehmenden Schritte zu reden. Wir hofften bis zuletzt, dass die Leitung der Orthodoxen Kirche von Alexandrien die Tragödie ihrer Schritte versteht und die einzig richtige Entscheidung trifft auf die Unterstützung der Spaltung zu verzichten. Wir haben für nichts im Voraus vorbereitet, aber glauben Sie mir, das ist kein Problem. Jetzt steht das allumfassende Programm nicht nur der Entwicklung der Gemeinde, sondern auch der vollständigen Gegenwart der Russischen Orthodoxen Kirche auf dem Kontinent im Aufbau, das die Gottesdiensts-, Bildungs- Sozial- und humanitären Bestandteile enthält.

- Wie viel unterscheidet sich des Verlaufs von dem gottesdienstlichen und Gemeindeleben von der traditionellen Ordnung in den Gemeinden unserer Kirche?

- Es gibt einige Einzelheiten in jeder Gemeinde. Die Orthodoxie ist deswegen einzigartig, dass sie die nationalen Traditionen und Kultur nicht abschafft, nicht durchkreuzt- sie vereinigt alles und alle in Christus. Ich habe darüber mehrmals gesagt, wenn ich meinen Dienst sowohl im Ausland als auch in Russland ausübte. Wir werden die lokalen Bräuche und Traditionen nicht brechen. Die Orthodoxie hat sich immer durch Geduld und Liebe ausgezeichnet. Deshalb werden wir im Gegenteil die Individualität jeder Gemeinde auf dem Kontinent unterstützen und erhalten, wenn diese Besonderheiten mit der Lehre der Kirche im Widerspruch nicht stehen. Den Verlauf des Gottesdienst beeinflussen diese Traditionen nicht.

- Meinen Sie nicht, dass die Anschließung der afrikanischen Gemeinden die Bewegung der Anschließungen an die Russische Kirche in anderen Kirchen, die die nichtkanonische Kirche der Ukraine (die OKU) anerkannt haben, öffnet? In der Kirche von Zypern, Griechenland?

- Wir haben es vorher gesagt und wiederholen es noch einmal: die Russische Orthodoxe Kirche übt keine Expansion aus. Der Patriarch von Konstantinopel hat das kanonische Verbrechen begangen, als er die Spalter anerkannt hat. Die Reihe von den Orthodoxen Kirchen unterstützten diese rechtswidrige Entscheidung und dienten zusammen mit den Leuten, die keine kanonische id est legale Weihe haben, die keine Geistlichen sind.

Wir wissen, dass laut der Lehre der Kirche “wer mit dem Spalter ist, der Spalter ist”. Wir schätzen werden die Orthodoxen schätzen, die darauf verzichten, mit der Spaltung verbunden zu sein.


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